Sachbuchtrend unter Fernsehleuten - auch Christian Ulmen greift zur Feder
Bücher
Versucht sich nun als Erziehungsexperte - Ingo Appelt
30.01.2008
Nach einem Bericht von faz.net will ausgerechnet Ingo Appelt im Juni dieses Jahres ein Sachbuch über Erziehung herausbringen: "Dreckskerle und Söhne" soll das Buch des Comedians heißen, der im Jahr 2000 seine Show bei Pro Sieben nicht nur wegen schlechter Einschaltquoten, sondern auch wegen "geschmacklicher Entgleisung" verloren hatte. Ingo Appelt ließ seine Gäste damals vor laufender Kamera Kinderpuppen anstelle von Fußbällen auf eine Torwand schießen.
An diese Episode werden die Medien im Vorfeld seiner Buchveröffentlichung sicherlich noch häufig erinnern. Manch einer erwartet mit Spannung, was für einen Beitrag jemand zur Erziehungsdebatte leistet, der augenscheinlich keinerlei Kompetenzen im Umgang mit Kindern aufweisen kann. Appelt ist aber immerhin dreifacher Vater und kann daher aus eigener Erfahrung schöpfen. Marketingstrategisch ist die Verbindung von Autor und Thematik jedenfalls ein gelungener Schachzug.
Ingo Appelt ist jedoch nicht der einzige Fernsehprominente, der jetzt auf den Sachbuchzug aufspingt. Dieser war 2006 mit Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" ins Rollen gekommen. Kerkeling hat einen ausgesprochen erfolgreichen Auftakt vorgelegt. Seit Monaten führt der Bericht seiner Pilgerreise über den Jakobsweg die deutsche Sachbuch-Bestsellerliste an und hat sich bislang satte 2,7 Millionen mal verkauft.
Auch Schlegl, Liefers und Ulmen versuchen sich als Autoren
In diesem Jahr erwartert uns eine regelrechte Welle von Sachbuchdebütanten, die eigentlich aus dem Fernsehen bekannt sind und nicht unbedingt im Bereich Journalismus arbeiten.
Ebenfalls für Juni 2008 ist, laut FAZ, ein Buch vom neuen "Extra3"-Moderator Tobi Schlegl geplant. Mit "Zu spät? So zukunftsfähig sind wir jungen Deutschen. Eine Inspektion" will Schlegl ein Plädoyer für politisches Engagement unter jungen Leuten vorlegen.
Ein weiteres Fernsehgesicht, das sich nun als Buchautor versucht, ist der Schauspieler Jan-Josef Liefers. Auch er will einen Reisebericht vorlegen. Geplant war eine Motorradtour durch Südamerika; das Buch mit dem auf Kerkelings Erfolg anspielenden Titel "Komme gleich wieder" sollte ursprünglich im Oktober erscheinen. Doch die Reise und damit wohl auch der Veröffentlichungstermin müssen verschoben werden: Liefers hatte gleich zu Beginn seiner Reise Anfang Januar einen Motorradunfall in der Nähe von Lima, bei dem er sich das Schlüsselbein und zwei Rippen brach.
Alroundtalent Christian Ulmen tritt derweil in die Fußstapfen von Günter Wallraff, der unter falscher Identität schon auf so einige Missstände in Deutschland aufmerksam gemacht hat. Dass auch Christian Ulmen sich perfekt in fiktive Charaktere versetzen und diese überzeugend spielen kann, wissen wir ja schon seit der Serie "Mein neuer Freund". Für sein im Oktober erscheinendes Buch "Inkognito. Ein Praktikant will nach oben" hat Ulmen sich als unbeholfener Praktikant bei einer unbekannten Firma eingeschlichen. Man darf gespannt sein.
Nach einem Bericht von faz.net will ausgerechnet Ingo Appelt im Juni dieses Jahres ein Sachbuch über Erziehung herausbringen: "Dreckskerle und Söhne" soll das Buch des Comedians heißen, der im Jahr 2000 seine Show bei Pro Sieben nicht nur wegen schlechter Einschaltquoten, sondern auch wegen "geschmacklicher Entgleisung" verloren hatte. Ingo Appelt ließ seine Gäste damals vor laufender Kamera Kinderpuppen anstelle von Fußbällen auf eine Torwand schießen.
An diese Episode werden die Medien im Vorfeld seiner Buchveröffentlichung sicherlich noch häufig erinnern. Manch einer erwartet mit Spannung, was für einen Beitrag jemand zur Erziehungsdebatte leistet, der augenscheinlich keinerlei Kompetenzen im Umgang mit Kindern aufweisen kann. Appelt ist aber immerhin dreifacher Vater und kann daher aus eigener Erfahrung schöpfen. Marketingstrategisch ist die Verbindung von Autor und Thematik jedenfalls ein gelungener Schachzug.
Ingo Appelt ist jedoch nicht der einzige Fernsehprominente, der jetzt auf den Sachbuchzug aufspingt. Dieser war 2006 mit Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" ins Rollen gekommen. Kerkeling hat einen ausgesprochen erfolgreichen Auftakt vorgelegt. Seit Monaten führt der Bericht seiner Pilgerreise über den Jakobsweg die deutsche Sachbuch-Bestsellerliste an und hat sich bislang satte 2,7 Millionen mal verkauft.
Auch Schlegl, Liefers und Ulmen versuchen sich als Autoren
In diesem Jahr erwartert uns eine regelrechte Welle von Sachbuchdebütanten, die eigentlich aus dem Fernsehen bekannt sind und nicht unbedingt im Bereich Journalismus arbeiten.
Ebenfalls für Juni 2008 ist, laut FAZ, ein Buch vom neuen "Extra3"-Moderator Tobi Schlegl geplant. Mit "Zu spät? So zukunftsfähig sind wir jungen Deutschen. Eine Inspektion" will Schlegl ein Plädoyer für politisches Engagement unter jungen Leuten vorlegen.
Ein weiteres Fernsehgesicht, das sich nun als Buchautor versucht, ist der Schauspieler Jan-Josef Liefers. Auch er will einen Reisebericht vorlegen. Geplant war eine Motorradtour durch Südamerika; das Buch mit dem auf Kerkelings Erfolg anspielenden Titel "Komme gleich wieder" sollte ursprünglich im Oktober erscheinen. Doch die Reise und damit wohl auch der Veröffentlichungstermin müssen verschoben werden: Liefers hatte gleich zu Beginn seiner Reise Anfang Januar einen Motorradunfall in der Nähe von Lima, bei dem er sich das Schlüsselbein und zwei Rippen brach.
Alroundtalent Christian Ulmen tritt derweil in die Fußstapfen von Günter Wallraff, der unter falscher Identität schon auf so einige Missstände in Deutschland aufmerksam gemacht hat. Dass auch Christian Ulmen sich perfekt in fiktive Charaktere versetzen und diese überzeugend spielen kann, wissen wir ja schon seit der Serie "Mein neuer Freund". Für sein im Oktober erscheinendes Buch "Inkognito. Ein Praktikant will nach oben" hat Ulmen sich als unbeholfener Praktikant bei einer unbekannten Firma eingeschlichen. Man darf gespannt sein.
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