Filmstart: I am Legend

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"I Am Legend" startet am 10. Januar in den Kinos
09.01.2008



Zuerst sollte es DAS Wundermittel gegen Krebs sein. Ein manipulierter Virus, der sämtliche feindliche Zellen im Körper vernichtet. Doch das Wundermittel wird zur Bedrohung. Anstatt Krebszellen zu vernichten, vernichtet es nun die Menschheit.

Robert Neville (Will Smith) ist der letzte Überlebende dieses Virus'. Tagsüber streift er durch das verlassene New York, immer begleitet von seinem Hund Sam. Er baut Mais an im Central Park und jagt Antilopen auf der Park Avenue. Verzweifelt sendet er Radio-Botschaften an etwaige andere Überlebende. Nachts verbarrikadiert sich der Wissenschaftler, der maßgeblich an der Entwicklung des vermeintlichen Krebs-Heilmittels beteiligt war, in seinem Haus, denn das Virus hat nicht etwa alle Menschen umgebracht, sondern in blutrünstige Monster verwandelt, die das Tageslicht scheuen und nachts auf die Jagd nach Nahrung gehen. In den vergangenen drei Jahren hat Neville in regelmäßigen Abständen einige Exemplare dieser Monster fangen können und versucht nun ein Gegenmittel zu der Infektion zu finden – ein Vorhaben, bei dem ihm seine eigene Immunität gegen den Erreger helfen sollen.

Der Film „I am Legend“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Richard Matheson aus dem Jahr 1954, welches zuvor bereits drei Mal in anderen Versionen verfilmt wurde. Doch es gibt auch andere Werke, die dieses Thema behandeln und mit denen sich dieser große Hollywoodschlager messen muss. Bereits in „28 Days Later“ kämpft eine kleine Anzahl Überlebender gegen mit 'Wut' infizierte Geschöpfe und für den Erhalt der letzten Reste der Zivilisation. In Stephen Kings Roman „The Stand - Das Letzte Gefecht“ versuchen die verbleibenden 0,6 Prozent der Menschheit, die immun waren gegen einen vom Militär entwickelten Virus, eine neue Gesellschaft zu gründen.

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Dass das Kräftemessen nicht einfach werden würde, wusste Regisseur Francis Lawrence (Constantine) also bereits und gab sich größte Mühe, etwas Besonderes zu erschaffen. In gewissem Sinne hat er das auch geschafft. Besonders sind die Bilder vom menschenleeren New York, in denen das Gras wieder durch die Asphaltritzen sprießt. Ebenso eindrucksvoll ist die schauspielerische Leistung Will Smiths, der hauptsächlich mit Hunden und Schaufensterpuppen redet und in dessen Blick die gesamte Verzweiflung und enttäuschte Hoffnung ruht, die nötig ist, die Figur Robert Nevilles zu beschreiben.

So ist die erste Hälfte des Films ein Kunstwerk, wunderschön und interessant zugleich, doch was dann folgt ist einfach nur große Enttäuschung seitens des Zuschauers. Es folgt eine viel zu hektische Erzählung, schlecht animierte 'Monster' und ein verwirrendes Ende, nachdem man das Gefühl hat, gerade einen Trailer zum Film anstatt den wirklichen Film geschaut zu haben. Und so verkommt das künstlerische Werk zu einem platten Blutgemetzel. Man wünscht sich, Lawrence hätte sich mehr an die Originalvorlage gehalten und den Zombies ein wenig mehr Charakter gegeben, anstatt sie wie instinktiv handelnde Tiere darzustellen, nur um sie im nächsten Moment eine Falle für Neville bauen zu lassen.

Das alles macht den Film zu einer zweiseitigen Angelegenheit. Sich den Film anzuschauen lohnt auf jeden Fall, allein für die erste Hälfte, aber vor Enttäuschung ist man nicht geschützt.
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