Armut in NRW: Kluft zwischen Arm und Reich wächst - Kinder besonders betroffen
City- & Szenenews
16.06.2008
In NRW leben mehr Einkommensmillionäre als je zuvor. Nach Angaben des Sozialverbands Deutschland verdienen sie pro Jahr mehr als fünf Milliarden Euro. Währenddessen steigt die Zahl der Armen im Land weiter. Besonders Kinder leiden darunter.
Die Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Marianne Saarholz beziffert die Zahl der Menschen, die zwischen Rhein und Weser in Armut leben, inzwischen auf 2,57 Millionen. Jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen sei zudem von Armut betroffen. Gleichzeitig nehme die Zahl der Einkommensmillionäre zu: Sie verfügten allein in NRW über ein Einkommen in Höhe von insgesamt fast fünf Milliarden Euro jährlich. Die Polarisierung der Gesellschaft gefährde den sozialen Frieden, sagte Saarholz.
Zu dieser Entwicklung habe der durchgreifende Abbau von Sozialleistungen während der vergangenen Jahre "maßgeblich beigetragen". Das sei für den SoVD nicht länger hinnehmbar. Starke Schultern müssten mehr tragen als schwache, forderte die SoVD-Landessvorsitzende.
Soziale Risiken wie Krankheit und Alter dürften nicht weiter privatisiert und kommerzialisiert werden. Saarholz appellierte an die Landesregierung, sich für den Stopp des Sozialabbaus und die Stärkung des Sozialstaates auf Landes- und Bundesebene einzusetzen. Alle Menschen müssten einen gerechten Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung haben. Langzeitarbeitslose benötigten eine echte Chance und mehr Qualifizierungsangebote. Der SoVD NRW ist nach eigenen Angaben mit über 100 000 Mitgliedern einer der größten Sozialverbände in NRW.
mfe/ddp
In NRW leben mehr Einkommensmillionäre als je zuvor. Nach Angaben des Sozialverbands Deutschland verdienen sie pro Jahr mehr als fünf Milliarden Euro. Währenddessen steigt die Zahl der Armen im Land weiter. Besonders Kinder leiden darunter.
Die Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Marianne Saarholz beziffert die Zahl der Menschen, die zwischen Rhein und Weser in Armut leben, inzwischen auf 2,57 Millionen. Jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen sei zudem von Armut betroffen. Gleichzeitig nehme die Zahl der Einkommensmillionäre zu: Sie verfügten allein in NRW über ein Einkommen in Höhe von insgesamt fast fünf Milliarden Euro jährlich. Die Polarisierung der Gesellschaft gefährde den sozialen Frieden, sagte Saarholz.
Zu dieser Entwicklung habe der durchgreifende Abbau von Sozialleistungen während der vergangenen Jahre "maßgeblich beigetragen". Das sei für den SoVD nicht länger hinnehmbar. Starke Schultern müssten mehr tragen als schwache, forderte die SoVD-Landessvorsitzende.
Soziale Risiken wie Krankheit und Alter dürften nicht weiter privatisiert und kommerzialisiert werden. Saarholz appellierte an die Landesregierung, sich für den Stopp des Sozialabbaus und die Stärkung des Sozialstaates auf Landes- und Bundesebene einzusetzen. Alle Menschen müssten einen gerechten Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung haben. Langzeitarbeitslose benötigten eine echte Chance und mehr Qualifizierungsangebote. Der SoVD NRW ist nach eigenen Angaben mit über 100 000 Mitgliedern einer der größten Sozialverbände in NRW.
mfe/ddp
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