Berliner gegen Büros am Spreeufer

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15.07.2008

Der Bürgerentscheid zeigte die Meinung der Berliner. Die Investoren sind verunsichert und pochen auf geltende Verträge.

Nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die Spreeuferbebauung in Friedrichshain-Kreuzberg wehren sich die Investoren des "Mediaspree-Projekts" gegen Veränderungen bei ihren Bauvorhaben. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, bereiten sie sich auf harte Verhandlungen mit der Verwaltung vor. Der Bezirk will die Investoren dazu bringen, dass sie ihre Pläne an die Bürgerwünsche anpassen.

"Natürlich sind wir verunsichert", sagte Jürgen Kilian, Sprecher von 16 Mediaspree-Investoren. Er befürchte Verzögerungen durch langwierige Gespräche. Änderungen würden Kilians Auffassung nach erheblichen Schaden verursachen. Gar nicht verhandeln über Änderungen will dem Blatt zufolge die Anschutz Entertainment Group (AEG), die nahe dem Ostbahnhof ein 21 Hektar großes Vergnügungs- und Büroviertel bauen will. Der erste Bau, die Veranstaltungsarena O2-World, steht kurz vor der Eröffnung.

"Es existieren rechtlich bindende Verträge, die über Monate öffentlich diskutiert worden sind", sagt AEG-Sprecher Moritz Hillebrand der Zeitung. Wenn jetzt dieses Vertragspaket wieder aufgeschnürt werden solle, müsse man sehen, was das koste. Unklar ist auch, ob sich der Investor auf etwaige Entschädigungszahlungen - zum Beispiel für den Verzicht auf die Hochhäuser - einlassen würde. "Man muss das nicht, wir haben das Recht auf unsere Bauten", sagt der AEG-Europachef Detlef Kornett. (ddp/AG)
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