Formel 1: Favoritensterben und BMW-Triumph

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© afaizal 2008
08.06.2008

Nach dem spannenden Rennen in Monaco verspricht Kanada nicht weniger spektakulär zu werden: schwieriger Belag, die berüchtigte „Wall of Champions“ und, nicht zuletzt, fünf verschiedene Hersteller auf den ersten fünf Plätzen – darunter auch ein Deutscher!

Hamilton (McLaren), Kubica (BMW Sauber) und Räikkönen (Ferrari) – so starteten die schnellsten Drei des Trainings ins Rennen. Alonso (Renault) folgte auf Platz vier und auf der fünften Position dann: Nico Rosberg (Williams)!

Beim Start zum siebten Rennen im Formel 1 Grand Prix auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal gelingt Rosberg der Sprung vorbei an Alonso, Heidfeld verliert seinen achten Platz. Doch der Honda von Barrichello ist schwer und so kann der Deutsche sich bald wieder vorbei kämpfen. Timo Glock kann sich nicht behaupten und verliert Plätze. In Runde zehn reicht Piquet ihn auf die 15. Position durch.

Runde 14 bedeutet für Adrian Sutil das Aus. Und während sich der Deutsche über den technischen Defekt seines Force India ärgert, verhagelt das Safety-Car Lewis Hamilton seinen Sechs-Sekunden-Vorsprung und egalisiert auch alle anderen Rennabstände. Jenson Button fährt, trotz geschlossener Boxengasse während der Safety-Car-Phase, an den Service und handelt sich so eine Strafe ein.

Favoriten entschärfen sich gegenseitig

Dann die Katastrophe für Hamilton: Am Ausgang der Boxengasse steht die Ampel auf Rot (damit das Feld unter dem Safety-Car passieren kann) und Räikkönen und Kubica stoppen. Hamilton, zu spät auf der Bremse, fährt dem Finnen heftig ins Heck und auch Nico Rosberg beschädigt sich beim Auffahren den Frontflügel. Während das Rennen für Hamilton und Räikkönen beendet ist, kann Rosberg sich mit neuer Nase wieder ins Feld einreihen. Die größte Überraschung: Nick Heidfeld wird dadurch auf die erste Position vorgespült und hält diese auch nach dem Neustart in der 24. Runde!

Barichello, auf Platz zwei liegend, hält die Gegner von Heidfeld fern, so dass Nick sich 14 Sekunden Vorsprung erfahren kann. In der 28. fährt Heidfeld an die Box und reiht sich auf Platz neun vor Alonso wieder ein. Noch ausstehende Boxenanläufe setzen in der Folge auch andere an die Spitze des Rennens: Timo Glock führt das Feld in Runde 39 an!

Polnische Führung

28 Runden vor Schluss führt Robert Kubica vor Nick Heidfeld (beide BMW-Sauber). Doch der Pole muss noch einmal an die Box: eine echte Siegchance für Nick. Zuvor muss er aber noch Angriffe von Alonso abwehren. Das gelingt ihm – der Spanier fliegt von der Strecke und muss sein Fahrzeug stehen lassen. Für Kubica reicht der herausgefahrene Vorsprung um auch nach seinem Boxenstopp wieder vor Heidfeld auf die Piste zu fahren.

In der 52. Runde dreht sich Fisichella aus dem Rennen – eine Safety-Car-Phase bleibt allerdings aus. An der Spitze ändert sich nichts mehr. Timo Glock allerdings fährt auf Platz vier vor, Rosberg, nach vielen Boxenstopps im Mittelfeld, leistet sich noch ein heftiges Rennen mit Kovalainen und Vettel. Vettel seinerseits fährt den Toro Rosso am Limit und geht gut mit den Konkurrenten mit, widersetzt sich sogar mehrfach den Überholversuchen von Kovalainen (McLaren).

Perfektes Rennen für BMW

Die letzte von 70 Runden beendet Robert Kubica vor Nick Heidfeld und David Coulthard. Timo Glock holt den vierten Platz und auch Sebastian Vettel fährt mit Platz acht in die Punkte. Für Nico Rosberg bleibt Platz zehn. Damit führt Kubica die WM an, vor Massa und Hamilton (beide Position zwei) und Räikkönen. In der Konstrukteurswertung hat BMW mit diesem Doppelsieg bis auf drei Punkte auf Ferrari aufschließen können. McLaren ist an dritter Stelle.

Das nächste Rennen der Formel 1 findet am 22. Juni in Frankreich statt.

(mig)
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