Greifswald: Skandal im Strandbad Eldena
City- & Szenenews
18.06.2008
Eine hochgradig diskriminierende Badeordnung im Strandbad Eldena sorgt für Aufregung.
Wäre Holger Luetge nicht vor einigen Tagen zufällig im Strandbad Eldena gewesen, wären die schockierenden Formulierungen wohl unbemerkt geblieben. Eher zufällig las der Hamburger die Badeordnung, die am Kassenhäuschen am Eingang zum Strandbad aushängt. Laut Ostseezeitung heißt es dort wortwörtlich "Folgende Personen haben keinen Zutritt: Betrunkene, Verwahrloste, Epileptiker, Geisteskranke und Personen mit Anstoß erregenden Krankheiten.“
Holger Luetge entschloss sich, umgehend zu handeln und wandte sich empört an die Deutsche Epilepsievereinigung, die Greiswalder Bürgerschaft und an die Stadtverwaltung.
Zu Wort gemeldet haben sich bisher die Behindertenbeauftragte von Greifswald, Monika Kindt, die die Regelung als diskrimienierend bezeichnete. Wesentlich deutlicher äußerte sich Jana Schulz, die Vorsitzende des Behindertenforums mit den Worten "Das ist übel, unmöglich, die pure Ausgrenzung".
Der Geschäftsführer des Gribower Vereins, der das Strandbad pachtet, gab an, die Regelung sei ihm nicht bekannt und er habe die Badeordnung nicht im Kopf. Er beteuerte jedoch, es werde im Strandbad Eldena lediglich Volltrunkenen der Zutritt verweigert. Geistig Behinderte und Epilekter seien sehr wohl ins Strandbad gelassen worden, er selbst könne das bezeugen. Der Verein versprach, die verwerfliche Formulierung zu ändern.
(sh)
Eine hochgradig diskriminierende Badeordnung im Strandbad Eldena sorgt für Aufregung.
Wäre Holger Luetge nicht vor einigen Tagen zufällig im Strandbad Eldena gewesen, wären die schockierenden Formulierungen wohl unbemerkt geblieben. Eher zufällig las der Hamburger die Badeordnung, die am Kassenhäuschen am Eingang zum Strandbad aushängt. Laut Ostseezeitung heißt es dort wortwörtlich "Folgende Personen haben keinen Zutritt: Betrunkene, Verwahrloste, Epileptiker, Geisteskranke und Personen mit Anstoß erregenden Krankheiten.“
Holger Luetge entschloss sich, umgehend zu handeln und wandte sich empört an die Deutsche Epilepsievereinigung, die Greiswalder Bürgerschaft und an die Stadtverwaltung.
Zu Wort gemeldet haben sich bisher die Behindertenbeauftragte von Greifswald, Monika Kindt, die die Regelung als diskrimienierend bezeichnete. Wesentlich deutlicher äußerte sich Jana Schulz, die Vorsitzende des Behindertenforums mit den Worten "Das ist übel, unmöglich, die pure Ausgrenzung".
Der Geschäftsführer des Gribower Vereins, der das Strandbad pachtet, gab an, die Regelung sei ihm nicht bekannt und er habe die Badeordnung nicht im Kopf. Er beteuerte jedoch, es werde im Strandbad Eldena lediglich Volltrunkenen der Zutritt verweigert. Geistig Behinderte und Epilekter seien sehr wohl ins Strandbad gelassen worden, er selbst könne das bezeugen. Der Verein versprach, die verwerfliche Formulierung zu ändern.
(sh)
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