Großstadt-Ranking: Rostock nur auf dem vorletzten Platz
City- & Szenenews
05.02.2008
Zum vierten Mal hat die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" in Zusammenarbeit mit der "Wirtschaftswoche" ein Ranking der 50 größten deutschen Städte herausgegeben. Nach 104 ökonomischen und strukturellen Kritierien werden die Städte miteinander verglichen und bewertet. Wie die NNN von Montag berichteten, konnte Rostock im aktuellen Ranking nur auf Rang 49, einen Platz vor dem Schlusslicht Berlin, landen.
Der größte Wohlstand ließ sich, den Statistikern nach, in München messen - Platz eins für die bayrische Landeshauptstadt. Die Plätze zwei und drei gehen an Karlsruhe und Stuttgart. In der Spitzengruppe tauchen also vor allem Städte im Süden Deutschlands auf. Im Mittelfeld bewegen sich zum einen Städte aus dem Norden, wie z.B. Bremen auf Platz 25, zum anderen Ruhrpottmetropolen, wie Essen auf der 28 oder Dortmund auf Rang 31. Auch Leipzig darf sich über einen Platz im Mittelfeld freuen - Platz 34 für die Buchmesse-Stadt. Zur Verlierergruppe gehören neben Rostock und Berlin auch die Städte Kiel, Mönchengladbach, Lübeck, Halle und Gelsenkirchen.
Vieles ist verbesserungswürdig, aber nicht alles ist schlecht
Die Gründe, warum Rostock nur auf dem vorletzten Platz gelandet ist, überraschen nicht. NNN-Redakteur Christoph Fox fasst die Hauptprobleme der Hansestadt zusammen: "Langzeitarbeitslosigkeit, Veralterung, geringe Einkommen und ein bescheidenes Wirtschaftswachstum." Gerade die geringen Löhne haben zur Abwertung geführt. Weniger als die Rostocker, die in dieser Kategorie auf Platz 47 landeten, verdienen nur noch Hallenser, Magdeburger und Chemnitzer. Was die Anzahl der ALG-Empfänger betrifft, landet Rostock auf Platz 49, und auch in Sachen Ausbildungsplätze wird die Hansestadt auf einen nicht sehr viel versprechenden Platz 43 verwiesen.
Es gibt jedoch durchaus Kategorien, in denen die Stadt überraschend gut abschneidet. So belege Rostock noch vor Hamburg und Köln einen Spitzenplatz in der Kategorie Struktur. Im Dynamik-Ranking gab es Platz acht. Außerdem erlangt die Hansestadt mit einem Anteil von 13,9% einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Hochqualifizierten an den Beschäftigten. Der Durschnittswert im Städtevergleich betrage hier nur 12 %, eine Tatsache, die Rostock in diesem Kriterium Platz 14 in der Gesamtwertung einbringt. Auch der geringe Schuldenstand der Stadt sei überraschend: Jeder Rostocker stecke im statistischen Mittel mit 1194 Euro in der Kreide, dies bedeute im Städtevergleich einen beachtlichen Rang neun.
Christoph Fox prognostiziert der Hansestadt einen höheren Platz in kommenden Städte-Rankings. Die Wirtschaft komme auch in Rostock auf Touren und die Zahl der Gewerbeanmeldungen sei seit 2001 enorm angestiegen.
Bezüglich der schlechten Platzierung im aktuellen Ranking tröstet er seine Rostocker Leser mit dem Hinweis "Es gibt auch Faktoren, die nicht messbar sind. Und da muss sich Rostock nicht verstecken". Die so genannten weichen Faktoren, das heißt, Luft und Wasser, Natur, Kultur, Tradtion und Lebensgefühl, würden von den Statistikern schließlich nicht berücksichtigt. Gerade die seien es doch aber, die eine Stadt unverwechselbar machen.
Zum vierten Mal hat die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" in Zusammenarbeit mit der "Wirtschaftswoche" ein Ranking der 50 größten deutschen Städte herausgegeben. Nach 104 ökonomischen und strukturellen Kritierien werden die Städte miteinander verglichen und bewertet. Wie die NNN von Montag berichteten, konnte Rostock im aktuellen Ranking nur auf Rang 49, einen Platz vor dem Schlusslicht Berlin, landen.
Der größte Wohlstand ließ sich, den Statistikern nach, in München messen - Platz eins für die bayrische Landeshauptstadt. Die Plätze zwei und drei gehen an Karlsruhe und Stuttgart. In der Spitzengruppe tauchen also vor allem Städte im Süden Deutschlands auf. Im Mittelfeld bewegen sich zum einen Städte aus dem Norden, wie z.B. Bremen auf Platz 25, zum anderen Ruhrpottmetropolen, wie Essen auf der 28 oder Dortmund auf Rang 31. Auch Leipzig darf sich über einen Platz im Mittelfeld freuen - Platz 34 für die Buchmesse-Stadt. Zur Verlierergruppe gehören neben Rostock und Berlin auch die Städte Kiel, Mönchengladbach, Lübeck, Halle und Gelsenkirchen.
Vieles ist verbesserungswürdig, aber nicht alles ist schlecht
Die Gründe, warum Rostock nur auf dem vorletzten Platz gelandet ist, überraschen nicht. NNN-Redakteur Christoph Fox fasst die Hauptprobleme der Hansestadt zusammen: "Langzeitarbeitslosigkeit, Veralterung, geringe Einkommen und ein bescheidenes Wirtschaftswachstum." Gerade die geringen Löhne haben zur Abwertung geführt. Weniger als die Rostocker, die in dieser Kategorie auf Platz 47 landeten, verdienen nur noch Hallenser, Magdeburger und Chemnitzer. Was die Anzahl der ALG-Empfänger betrifft, landet Rostock auf Platz 49, und auch in Sachen Ausbildungsplätze wird die Hansestadt auf einen nicht sehr viel versprechenden Platz 43 verwiesen.
Es gibt jedoch durchaus Kategorien, in denen die Stadt überraschend gut abschneidet. So belege Rostock noch vor Hamburg und Köln einen Spitzenplatz in der Kategorie Struktur. Im Dynamik-Ranking gab es Platz acht. Außerdem erlangt die Hansestadt mit einem Anteil von 13,9% einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Hochqualifizierten an den Beschäftigten. Der Durschnittswert im Städtevergleich betrage hier nur 12 %, eine Tatsache, die Rostock in diesem Kriterium Platz 14 in der Gesamtwertung einbringt. Auch der geringe Schuldenstand der Stadt sei überraschend: Jeder Rostocker stecke im statistischen Mittel mit 1194 Euro in der Kreide, dies bedeute im Städtevergleich einen beachtlichen Rang neun.
Christoph Fox prognostiziert der Hansestadt einen höheren Platz in kommenden Städte-Rankings. Die Wirtschaft komme auch in Rostock auf Touren und die Zahl der Gewerbeanmeldungen sei seit 2001 enorm angestiegen.
Bezüglich der schlechten Platzierung im aktuellen Ranking tröstet er seine Rostocker Leser mit dem Hinweis "Es gibt auch Faktoren, die nicht messbar sind. Und da muss sich Rostock nicht verstecken". Die so genannten weichen Faktoren, das heißt, Luft und Wasser, Natur, Kultur, Tradtion und Lebensgefühl, würden von den Statistikern schließlich nicht berücksichtigt. Gerade die seien es doch aber, die eine Stadt unverwechselbar machen.
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