Horrorcrash: David vs. Goliath

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© Eduard Härkönen, 2008
19.08.2008

Was passiert, wenn ein Fiat 500 im Verkehrsunfall auf einen Audi Q7 trifft, hat der ADAC in einem Crashtest nachgestellt. Das Ergebnis: erschreckend.

Beide Autos gelten als sehr sichere Vertreter ihrer Klasse: der Fiat als Vorzeige-Kleinwagen; der Audi als Riesen-SUV. Beide Wagen bieten unter normalen Bedingungen hohen Insassenschutz (der Cinquecento ist der sicherste Wagen seiner Klasse) aufgrund unterschiedlicher Konzepte. Während der Fiat mit einer enorm steifen Fahrgastzelle aufwartet, schützt der Audi seine Passagiere mit reichlich Knautschzone und massig Metall.

Trotz moderner Sicherheitstechnik wie Kopf- und Knie-Airbags haben die Insassen des Kleinwagen aber kaum eine Chance, wenn das mehr als doppelt so schwere SUV im Frontalzusammenstoß auf ihn trifft. Alle "Testfahrer" des Cinquecento erleiden lebensbedrohliche oder zumindest schwere Verletzungen - weil die Energie des Aufpralls nicht durch das Chassis geschluckt werden kann, sondern direkt in den Fahrgastraum übertragen wird.

Der SUV "erdolcht" den Kleinwagen

Aber auch im Audi leiden die Dummys. Zwar ist ihr Verletzungsrisiko geringer, doch auch sie bleiben von der Wucht des 56 km/h-Aufpralls nicht verschont. Während jedoch die Karosserie des SUV viel der Energie schluckt, bohrt sich ein Längsträger einer Speerspitze gleich durch den Motorraum des Fiat in dessen Fahrgastzelle und versursacht dort schwerste Belastungen in Bein- und Beckenbereich.

Als Fazit dieses Tests fordert der ADAC höhere Anforderungen an den Partnerschutz. Große Wagen müssten so konzipiert werden, dass kleinere im Unfall eine Chance hätten. Immerhin darf Sicherheit nicht allein vom Gewicht der Brieftasche und somit von der Größe des Autos abhängen.

(mig)
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