Im Casting-Gedränge bei Heidi Klum

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13.12.2008

GNT-Casting in Düsseldorf - ein Bericht vom Set, inklusive Kollaps ...

Drängeln, Schubsen und Motzen bringt gar nichts. Nur geduldig anstehen, Ruhe bewahren und warten hilft am Mittwoch auf dem Düsseldorfer Messegelände weiter. Das ist die erste Lektion, die potentielle Nachwuchsmodels beim ersten offenen Casting für die vierte Staffel der ProSieben-Casting-Show "Germany's Next Topmodel" lernen müssen. Denn der Ansturm, um vor Heidi Klum und ihren Jurykollegen Peyman Amin und Rolf Scheider vorlaufen zu dürfen, ist riesig. Und die Anspannung ist so groß, dass ein Mädchen bereits vor Beginn der Anmeldung in der Menge mit einem Kreislaufkollaps zusammenbricht.

Mit Mama und Papa

Mit teilweise überdimensional großen Koffern sowie Mama oder Papa als seelischem Beistand im Gepäck sind nach Angaben des Senders 948 Mädchen aus ganz Deutschland nach Düsseldorf gereist. "Obwohl wir schon 18.786 schriftliche Bewerbungen bekommen haben, freue ich mich über den großen Andrang hier in Düsseldorf", erklärt Gastgeberin Klum. Die Mädchen seien alle sehr hübsch, das verspreche einiges für die Sendung.

Erfahrung auf High Heels

Eine der Ersten, die es an diesem Morgen durch die Anmeldung schafft, ist Katharina Schweitzer. Die 16-Jährige aus Minden zeigt sich trotz großer Konkurrenz zuversichtlich. "Ich kann gut in High Heels laufen und bringe Erfahrung durch mehrere Foto-Shootings mit", sagt die Gymnasiastin. "Und wenn es jetzt nicht direkt klappt, komme ich die nächsten Jahre wieder und probiere es erneut."

Unterstützung bekommt sie von Mutter Maria. "Ich weiß, dass wenn meine Tochter etwas unbedingt will, dass sie das auch durchzieht", sagt sie. Zum Casting sei sie jedoch nicht nur als Unterstützung gekommen, sondern auch, "um aufzupassen, dass sie nicht unter die Räder kommt".

Warten gehört zum Geschäft

Während Hunderte Nachwuchsmodels über die offizielle Anmeldefrist von 11.00 Uhr hinaus noch in Scharen vor den Schaltern anstehen, hat Katharina die erste Hürde bereits geschafft. "Ich musste mich mit vier anderen Mädels vor einer Vorjury vorstellen, vorlaufen und Fotos machen", erzählt sie. Mit einem Stempel auf der Hand gilt es dann abzuwarten, wie es weitergeht.

Angst vor Enttäuschungen

Auch Anna Schwenck hat sich kurz danach beim Pre-Casting behauptet. "Jetzt ist die erste Nervosität weg", sagt die 20-jährige Jurastudentin aus dem Saarland. "Fürs Erste bin ich auch mit meinem Auftritt zufrieden." Anders als Mitstreiterin Katharina will Anna nur einmal versuchen, Topmodel zu werden.

"Ich wollte zunächst mein Abi machen, um eine gute Grundlage zu haben", sagt Anna, die ebenfalls ihre Mutter zur Unterstützung mitgebracht hat. "Jetzt zu Beginn meines Studiums ist ein guter Zeitpunkt, um es zu probieren." Auch wenn sie sich "gute Chancen" ausrechnet, weiß sie, dass es gefährlich ist, die Erwartungen zu hoch zu setzen. "Denn dann wird man nur enttäuscht."

Hoffen auf Exotenbonus

Die Hagenerin Amissa Irakoze setzt beim Casting vor allem darauf, dass sie nach eigenen Angaben "eher ein Exot" ist. "Ich denke, dass ich mit meiner lustigen und netten Art überzeugen kann", sagt die 20-jährige Schülerin. "Vielleicht hilft mir aber auch, dass ich mit meiner dunklen Hautfarbe anders aussehe als viele meiner Mitstreiterinnen hier." Für ihren Auftritt hat sie sich extra ein enganliegendes türkisfarbenes Glitzerkleid gekauft. "Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme, das anzuziehen, denn das sieht echt super an mir aus."

Erstmals offenes Casting

Nachdem zwei Gewinnerinnen der vorherigen Staffeln, Barbara Meier und Jennifer Hof, eher zufällig bei einer Scouting-Tour von Modelexperten gefunden wurden, hat sich der Sender jetzt erstmals für zwei offene Castings in Düsseldorf und in München entschieden. Wer am Mittwoch in Düsseldorf überzeugen konnte, durfte am Donnerstag wiederkommen. Die erfolgreichsten Mädchen sichern sich dann bereits die Teilnahme an der nächsten Staffel, die nach Angaben eines Sprechers voraussichtlich im Februar 2009 beginnen wird.
(ddp/ur)
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