Immer weniger Scheidungen in Deutschland
City- & Szenenews
29.08.2008
Die Ehen halten länger, die Scheidungen nehmen ab. Der Spion hat die Zahlen!
Im ganzen Bundesgebiet ist die Zahl der Ehescheidungen im Jahr 2007 zurückgegangen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern mit. Demnach haben sich im vergangenen Jahr 187.072 Paare juristisch getrennt - rund 2% weniger als im Jahr 2006 (190.928).
Längere Freude oder längeres Leid?
Gleichzeitig zeigte sich, dass die Paare im Schnitt länger zusammenblieben, bevor sie sich zu einer Scheidung entschlossen: 2007 lag der bundesweite Durchschnitt der Ehejahre vor der Scheidung bei 13,9, im Vorjahr bei 13,7 - 1991 waren es dem Statistischen Bundesamt zufolge noch 11,5 Jahre, die ein bundesdeutsches Ehepaar vor der Scheidung im Schnitt zusammenlebte.
Leichter Rückgang
Wie auch im Jahr 2006 seien im vergangenen Jahr von 1000 bestehenden Ehen zehn geschieden worden, teilte das Amt weiter mit. Damit ist der Trend zur Scheidung weiter leicht rückläufig: In den Jahren 2002 bis 2005 seien es noch 11 von 1000 bestehenden Ehen gewesen, die aufgelöst wurden.
Wer sich scheiden lässt
Interessant ist bei dem Zahlenmaterial nicht zuletzt, wer sich zur Scheidung entschließt: Bei den im Jahr 2007 geschiedenen Ehen sei der Scheidungsantrag in 55,1% der Fälle von der Frau und in 36,3% der Fälle vom Mann gestellt worden. In den übrigen Fällen hätten beide Ehegatten die Scheidung beantragt, so das Statistische Bundesamt. Allerdings lassen diese Zahlen - wie jede Statistik - viel Spielraum für Interpretation: Dass über die Hälfte aller Scheidungen allein von Frauen eingereicht werden, sagt noch nichts darüber aus, ob der Trennungsgrund auch tatsächlich mehrheitlich bei ihnen zu suchen ist.
(ur)
Die Ehen halten länger, die Scheidungen nehmen ab. Der Spion hat die Zahlen!
Im ganzen Bundesgebiet ist die Zahl der Ehescheidungen im Jahr 2007 zurückgegangen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern mit. Demnach haben sich im vergangenen Jahr 187.072 Paare juristisch getrennt - rund 2% weniger als im Jahr 2006 (190.928).
Längere Freude oder längeres Leid?
Gleichzeitig zeigte sich, dass die Paare im Schnitt länger zusammenblieben, bevor sie sich zu einer Scheidung entschlossen: 2007 lag der bundesweite Durchschnitt der Ehejahre vor der Scheidung bei 13,9, im Vorjahr bei 13,7 - 1991 waren es dem Statistischen Bundesamt zufolge noch 11,5 Jahre, die ein bundesdeutsches Ehepaar vor der Scheidung im Schnitt zusammenlebte.
Leichter Rückgang
Wie auch im Jahr 2006 seien im vergangenen Jahr von 1000 bestehenden Ehen zehn geschieden worden, teilte das Amt weiter mit. Damit ist der Trend zur Scheidung weiter leicht rückläufig: In den Jahren 2002 bis 2005 seien es noch 11 von 1000 bestehenden Ehen gewesen, die aufgelöst wurden.
Wer sich scheiden lässt
Interessant ist bei dem Zahlenmaterial nicht zuletzt, wer sich zur Scheidung entschließt: Bei den im Jahr 2007 geschiedenen Ehen sei der Scheidungsantrag in 55,1% der Fälle von der Frau und in 36,3% der Fälle vom Mann gestellt worden. In den übrigen Fällen hätten beide Ehegatten die Scheidung beantragt, so das Statistische Bundesamt. Allerdings lassen diese Zahlen - wie jede Statistik - viel Spielraum für Interpretation: Dass über die Hälfte aller Scheidungen allein von Frauen eingereicht werden, sagt noch nichts darüber aus, ob der Trennungsgrund auch tatsächlich mehrheitlich bei ihnen zu suchen ist.
(ur)
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