Ist Schumi ein Verräter?
City- & Szenenews
23.12.2009
Der Deal ist perfekt: Einen Tag vor Heiligabend gab Mercedes bekannt, dass Michael Schumacher fortan für den deutschen Rennstall um seinen achten WM-Titel fährt. Viele Ferraristi sind zutiefst enttäuscht.
Berichtete der Spion noch vor wenigen Tagen von den Gerüchten, so ist das spektakuläre Comback nun beschlossene Sache. Wie tz-online berichtet, hat der siebenmalige Weltmeister einen Vertrag für drei Jahre beim schwäbischen Rennstall unterschrieben.
"Ich bin voll Energie und Tatendrang", sagte Schumacher, der am 3. Januar 41 Jahre alt wird. Die Trennung von Ferrari sei ihm nicht leicht gefallen, habe aber einvernehmlich stattgefunden. Und natürlich hieße auch mit Mercedes das Ziel für die kommende Saison, Rennen zu gewinnen.
Zwei deutsche Fahrer und ein alter Hase als Teamchef
Für die neue Zusammenarbeit Schumis mit dem deutschen Team stehen die Vorzeichen gut. Die Silberpfeile wollen mit dem Start als werkseigenes Mercedes-Team in einer Art Renaissance an den früherem Mythos anknüpfen, der mit Juan Manuel Fangios letztem WM-Sieg für ein werkseigenes Team des deutschen Autobauers 1955 zur Ruhe gebettet worden war.
Erstmals starten außerdem mit Schumacher und Nico Rosberg zwei deutsche Fahrer für den Rennstall. Der Rückkehrer trifft überdies bei Mercedes auf einen alten Partner: Team-Chef Ross Brawn und Schumi galten schon bei Ferrari als ein Team, das kaum zu schlagen war.
Italien trauert
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zur Rückkehr des Rekordweltmeisters. Vor allem die italienischen Fans von Ferrari sehen dem Comeback mit einer Mischung aus Wehmut und Enttäuschung entgegen. Manch ein Tifosi sieht den Deutschen gar als Verräter an.
Erst im August 2009 hatte Schumacher ein mögliches Comeback bei Ferrari als Ersatzmann für den verletzten Felipe Massa aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Seine mögliche Rückkehr hatte er zuvor auf seiner Internetseite mit folgenden Worten angekündigt: "Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren."
"Ich bin enttäuscht"
Auch früher hatte Schumacher seine Verbundenheit zu Ferrari immer wieder betont, dem Rennstall über seine Rennfahrer-Karriere hinaus ewige Treue geschworen und von Ferrari als seiner zweiten Familie gesprochen. Nicht ganz unverständlich also, dass die leidenschaftlichen Ferraristi diese Enttäuschung empfinden.
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sagte zum Comeback seines ehemaligen Schützlings: "Ich bin von seiner Entscheidung enttäuscht, aber wir bleiben Freunde."
Deutsche Schumacherfans dagegen dürften sich uneingeschränkt freuen. Es sei denn, sie haben in vergangenen Jahren durch ihren Helden nachhaltige Sympathien für die roten Renner entwickelt - oder ebenso nachhaltige Antipathien den Silberpfeilen aus deutschem Hause gegenüber.
(pb)
Der Deal ist perfekt: Einen Tag vor Heiligabend gab Mercedes bekannt, dass Michael Schumacher fortan für den deutschen Rennstall um seinen achten WM-Titel fährt. Viele Ferraristi sind zutiefst enttäuscht.
Berichtete der Spion noch vor wenigen Tagen von den Gerüchten, so ist das spektakuläre Comback nun beschlossene Sache. Wie tz-online berichtet, hat der siebenmalige Weltmeister einen Vertrag für drei Jahre beim schwäbischen Rennstall unterschrieben.
"Ich bin voll Energie und Tatendrang", sagte Schumacher, der am 3. Januar 41 Jahre alt wird. Die Trennung von Ferrari sei ihm nicht leicht gefallen, habe aber einvernehmlich stattgefunden. Und natürlich hieße auch mit Mercedes das Ziel für die kommende Saison, Rennen zu gewinnen.
Zwei deutsche Fahrer und ein alter Hase als Teamchef
Für die neue Zusammenarbeit Schumis mit dem deutschen Team stehen die Vorzeichen gut. Die Silberpfeile wollen mit dem Start als werkseigenes Mercedes-Team in einer Art Renaissance an den früherem Mythos anknüpfen, der mit Juan Manuel Fangios letztem WM-Sieg für ein werkseigenes Team des deutschen Autobauers 1955 zur Ruhe gebettet worden war.
Erstmals starten außerdem mit Schumacher und Nico Rosberg zwei deutsche Fahrer für den Rennstall. Der Rückkehrer trifft überdies bei Mercedes auf einen alten Partner: Team-Chef Ross Brawn und Schumi galten schon bei Ferrari als ein Team, das kaum zu schlagen war.
Italien trauert
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zur Rückkehr des Rekordweltmeisters. Vor allem die italienischen Fans von Ferrari sehen dem Comeback mit einer Mischung aus Wehmut und Enttäuschung entgegen. Manch ein Tifosi sieht den Deutschen gar als Verräter an.
Erst im August 2009 hatte Schumacher ein mögliches Comeback bei Ferrari als Ersatzmann für den verletzten Felipe Massa aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Seine mögliche Rückkehr hatte er zuvor auf seiner Internetseite mit folgenden Worten angekündigt: "Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren."
"Ich bin enttäuscht"
Auch früher hatte Schumacher seine Verbundenheit zu Ferrari immer wieder betont, dem Rennstall über seine Rennfahrer-Karriere hinaus ewige Treue geschworen und von Ferrari als seiner zweiten Familie gesprochen. Nicht ganz unverständlich also, dass die leidenschaftlichen Ferraristi diese Enttäuschung empfinden.
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sagte zum Comeback seines ehemaligen Schützlings: "Ich bin von seiner Entscheidung enttäuscht, aber wir bleiben Freunde."
Deutsche Schumacherfans dagegen dürften sich uneingeschränkt freuen. Es sei denn, sie haben in vergangenen Jahren durch ihren Helden nachhaltige Sympathien für die roten Renner entwickelt - oder ebenso nachhaltige Antipathien den Silberpfeilen aus deutschem Hause gegenüber.
(pb)
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