M-V in Angst vor der Finanzkrise
City- & Szenenews
09.10.2008
Mehrmals ist Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Kameras getreten und hat den Bürgern garantiert, dass ihre Spareinlagen sicher seien. Nichtsdestotrotz sind viele Menschen in M-V skeptisch. In einer Sondersendung des NDR heute Abend stehen Experten besorgten Sparern Rede und Antwort.
Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind verunsichert. Thorsten Roth von der Schweriner Volkszeitung zufolge sind schon mehrere Millionen Euro in unserem Bundesland von Privatbanken und Depots zu Sparkassen und Volksbanken umgestapelt worden. Eine Umfrage der SVZ habe ergeben, dass Neukunden den öffentlichen und Genossenschaftsbanken die Bankschalter einrennen. Martin Rötz, Vorstand der VR Bank Rostock, gab gegenüber der SVZ an, dass die Kundenzahl in den vergangenen Wochen bis zu 20 Prozent gestiegen sei. Einige der Kunden kämen gleich mit ihrem Geld, viele nähmen eine Beratung in Anspruch. Die Verunsicherung sei insgesamt groß.
Sparkassen und VR-Banken haben eigenes Sicherungssystem
Auch die Sparkasse in M-V profitiert erheblich vom Misstrauen der Anleger gegenüber Privatbanken. Sie verzeichnet ebenfalls einen Zuwachs an Kunden. Viele ehemalige Kunden kämen inzwischen auch wieder zurück zur Sparkasse, weil die Anlagen bei den Sparkassen unbeschränkt gesichert werden. Die Sparkassen haben ein eigenes Einlagensicherungssystem, in dem alle 452 deutschen Sparkassen füreinander haften, erklärt die Ostseezeitung hierzu. Auch die 1200 Volks- und Raiffeisenbanken (VR) garantieren eine vollumfängliche Einlagensicherung.
Der NDR hilft mit einer Sondersendung
"NDR aktuell extra" heißt die Sondersendung, die der NDR heute Abend aufgrund der großen Verunsicherung in der Bevölkerung ausstrahlt. Sparer und Kleinanleger sollen in der 45-minütigen Sendung beraten werden. Ab 21 Uhr beantworten Experten Fragen von Zuschauern. Zu Gast im Studio sind Gabriele Schmitz von der Verbraucherzentrale Hamburg, der Finanzanwalt Ulrich Husack, der langjährige Börsenreporter Frank Lehmann, ARD-Korrespondent Tilmann Bünz sowie ein Bankberater. Moderatorin ist Susanne Stichler.
Umfassende Informationen
Nach Angaben des Senders sind zudem Beiträge zu folgenden Themen geplant: "Unbegründete Angst oder bald Realität - droht eine neue Währungsreform?", "Sichere Alternative? - Die Flucht ins Gold", "Welcher Anlageform kann man noch vertrauen?", "Alles verloren? - Die Opfer der Krise" und "Kommt alles noch schlimmer? - Die Finanzkrise bedroht Wohlstand und Arbeitsplätze".
Die Redaktion nimmt Anfragen per E-Mail (finanzkrise@ndr.de) oder Telefon entgegen. Die Telefone sind am 9. Oktober ab 20.00 Uhr freigeschaltet, die Nummer wird im NDR Fernsehen eingeblendet.
(ddp/sh)
Mehrmals ist Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Kameras getreten und hat den Bürgern garantiert, dass ihre Spareinlagen sicher seien. Nichtsdestotrotz sind viele Menschen in M-V skeptisch. In einer Sondersendung des NDR heute Abend stehen Experten besorgten Sparern Rede und Antwort.
Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind verunsichert. Thorsten Roth von der Schweriner Volkszeitung zufolge sind schon mehrere Millionen Euro in unserem Bundesland von Privatbanken und Depots zu Sparkassen und Volksbanken umgestapelt worden. Eine Umfrage der SVZ habe ergeben, dass Neukunden den öffentlichen und Genossenschaftsbanken die Bankschalter einrennen. Martin Rötz, Vorstand der VR Bank Rostock, gab gegenüber der SVZ an, dass die Kundenzahl in den vergangenen Wochen bis zu 20 Prozent gestiegen sei. Einige der Kunden kämen gleich mit ihrem Geld, viele nähmen eine Beratung in Anspruch. Die Verunsicherung sei insgesamt groß.
Sparkassen und VR-Banken haben eigenes Sicherungssystem
Auch die Sparkasse in M-V profitiert erheblich vom Misstrauen der Anleger gegenüber Privatbanken. Sie verzeichnet ebenfalls einen Zuwachs an Kunden. Viele ehemalige Kunden kämen inzwischen auch wieder zurück zur Sparkasse, weil die Anlagen bei den Sparkassen unbeschränkt gesichert werden. Die Sparkassen haben ein eigenes Einlagensicherungssystem, in dem alle 452 deutschen Sparkassen füreinander haften, erklärt die Ostseezeitung hierzu. Auch die 1200 Volks- und Raiffeisenbanken (VR) garantieren eine vollumfängliche Einlagensicherung.
Der NDR hilft mit einer Sondersendung
"NDR aktuell extra" heißt die Sondersendung, die der NDR heute Abend aufgrund der großen Verunsicherung in der Bevölkerung ausstrahlt. Sparer und Kleinanleger sollen in der 45-minütigen Sendung beraten werden. Ab 21 Uhr beantworten Experten Fragen von Zuschauern. Zu Gast im Studio sind Gabriele Schmitz von der Verbraucherzentrale Hamburg, der Finanzanwalt Ulrich Husack, der langjährige Börsenreporter Frank Lehmann, ARD-Korrespondent Tilmann Bünz sowie ein Bankberater. Moderatorin ist Susanne Stichler.
Umfassende Informationen
Nach Angaben des Senders sind zudem Beiträge zu folgenden Themen geplant: "Unbegründete Angst oder bald Realität - droht eine neue Währungsreform?", "Sichere Alternative? - Die Flucht ins Gold", "Welcher Anlageform kann man noch vertrauen?", "Alles verloren? - Die Opfer der Krise" und "Kommt alles noch schlimmer? - Die Finanzkrise bedroht Wohlstand und Arbeitsplätze".
Die Redaktion nimmt Anfragen per E-Mail (finanzkrise@ndr.de) oder Telefon entgegen. Die Telefone sind am 9. Oktober ab 20.00 Uhr freigeschaltet, die Nummer wird im NDR Fernsehen eingeblendet.
(ddp/sh)
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