Madonna und Guy Ritchie: Ehe gescheitert

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16.10.2008

Ihre Streitereien sind "außer Kontrolle geraten". ERitchie will noch in dieser Woche ausziehen. Der Hintergrund.

Nach monatelangen Gerüchten ist es nun auch offiziell bestätigt: Die Ehe von Popstar Madonna und Regisseur Guy Ritchie ist gescheitert. Die 50-jährige Sängerin und ihr zehn Jahre jüngerer Mann, Regisseur Guy Ritchie, lassen sich scheiden. Das teilte die Sprecherin Madonnas am Mittwoch in einer Erklärung mit, wie britische Medien berichteten.

In dem kurzen Statement, das auch vom Sprecher Ritchies unterzeichnet worden sein soll, baten die beiden laut "Daily Mirror" (Internetausgabe) die Medien darum, "in dieser schwierigen Zeit" Rücksicht zu nehmen auf ihre Familie. Wörtlich hieß es: "Madonna und Guy Ritchie haben sich geeinigt, sich nach siebeneinhalb Jahren Ehe scheiden zu lassen."

Wird's teuer?

Eine Einigung zu den Einzelheiten sei noch nicht erzielt worden. Dies könnte nach einem Bericht des "Telegraph" darauf hindeuten, dass es vor Gericht zu einem Scheidungsstreit um das auf rund 380 Millionen Euro geschätzte Vermögen Madonnas kommen könnte. Madonna soll angeblich Paul McCartneys Scheidungsanwältin Fiona Shackleton eingeschaltet haben, die den Ex-Beatle erfolgreich bei seiner aufsehenerregenden Scheidungsschlacht mit Heather Mills vertreten hatte.

Den Schein nicht mehr aufrechterhalten

Bereits am Mittwochmorgen hatte die Zeitung "Sun" die unmittelbar bevorstehende Verkündung der Scheidung vorhergesagt. Dem Blatt zufolge hatte die 50-Jährige mit der Nachricht bis nach ihrer "Sticky & Sweet Tour" Ende des Jahres warten wollen. Das Paar habe es aber nicht mehr ertragen können, den Schein aufrechtzuerhalten, zitierte die Zeitung eine "hochrangige" Quelle. Dem Bericht zufolge soll die Scheidung vor dem Weihnachtsfest und damit vor dem achten Hochzeitstag des Paars am 22. Dezember vollzogen werden. "Sie haben sich in den vergangenen Monaten die größte Mühe gegeben, aber ihre Streitereien sind außer Kontrolle geraten", sagte der Informant dem Blatt.

Differenzen bei Karriere und Kindern

Ritchie hatte dem Bericht zufolge zunehmend darunter gelitten, dass seine Karriere hinter der seiner Frau zurückstehen musste. Ein weiterer Trennungsgrund war laut "Sun" Madonnas Drängen, ein weiteres Kind zu adoptieren. Vor zwei Jahren hatte der Popstar die Adoption von David Banda aus Malawi in die Wege geleitet. Nach Vorwürfen, Madonna habe ihren Prominentenstatus bei der Adoption ausgenutzt, wurde diese im Mai dieses Jahres offiziell. "Guy himmelt David an und ist froh, dass sie die Adoption durchgezogen haben", sagte der Informant. "Aber er will nicht ein weiteres Kind adoptieren, wenn ihre Ehe so unsicher ist. Das ist der wahre Stein des Anstoßes."

Dem Bericht zufolge hat Ritchie die Dreharbeiten zu seinem Sherlock-Holmes-Film mit Robert Downey Jr. in Frankreich unterbrochen, um seinen Eltern die Nachricht vom Scheitern seiner ersten Ehe persönlich zu überbringen. Er wolle noch diese Woche aus dem Londoner Haus ausziehen, das Madonna gehört. Die Sängerin hält sich in New York auf, wo sie die Premiere ihres Regiedebüts "Filth and Wisdom" gefeiert hatte. Noch im Sommer hatte sie Berichte über ein bevorstehendes Ehe-Aus zurückgewiesen: "Mein Ehemann und ich planen keine Scheidung", hatte sie gesagt und zugleich Vorwürfe dementiert, sie habe eine Affäre mit dem Baseballspieler Alex Rodriguez gehabt.

Zweites Ehe-Scheitern für Madonna

Medienspekulationen zufolge dürfte Ritchie mit einer Abfindung von bis zu rund 63 Millionen Euro rechnen. Angeblich hatte das Paar bei seiner Trauung keinen Ehevertrag geschlossen. Gegenstand einer Scheidung dürfte auch das Sorgerecht für die Kinder sein. Neben dem dreijährigen David haben Madonna und Ritchie den gemeinsamen Sohn Rocco (8). Die zwölfjährige Lourdes stammt aus Madonnas früherer Beziehung mit dem Fitnesstrainer Carlos Leon. Für die Popdiva ist es die zweite gescheiterte Ehe. Nach einer turbulenten Beziehung war sie 1989 vom späteren Oscar-Preisträger Sean Penn geschieden worden.

2005 hatte Madonna eingeräumt, Ritchie aus "all den falschen Gründen" geheiratet zu haben. "Er wird mich zum Lachen bringen und mich gut aussehen lassen, weil er so erfolgreich ist", hatte sie ihre Motive beschrieben. Nun wisse sie aber, dass eine Ehe ein steter Lernprozess und ein "Wettbewerb an Großzügigkeit" ist.
(ur)
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