Neonazis im Nordosten - tut MV wirklich gut?

City- & Szenenews

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18.08.2007



Seit einiger Zeit findet ein Thema in den deutschen Medien wieder stark Beachtung: Neonazis im Nordosten - speziell in MV. Spiegel ONLINE, die Süddeutsche, die FAZ, Stern Online und der Tagesspiegel - reichweitenstarke deutsche Medienhäuser - berichten deutschlandweit über und andere ähnliche Vorfälle. All diese Artikel widerspiegeln eins immer wieder deutlich: Mecklenburg-Vorpommern hat ein echtes Problem, auf dem grundrechtlichen Boden zu bleiben. Mehr und mehr - so der offensichtliche Eindruck - unterwandern Rechtsextreme weite Gesellschaftsteile und hoffen, ihr braunes Gedankengut täglich in der demokratischen Gesellschaft verbreiten zu können. In diesem Zuge werden Städte wie Rostock oder Wismar von Neonazis als Frontstädte oder Fronthafenstädte ausgerufen und in einschlägigen rechtsextremen Internetforen der offene Straßenkampf propagiert. Einige Rostocker Künstler sehen diesem Treiben nicht tatenlos zu und organisieren Parties gegen Rassismus, andere wiederum nutzen ihr kreatives Potential und drücken musikalisch aus, was viele denken. Zwei dieser Künstlerteams sind 'Planet ohne F' und 'Dymon'. Auf ihren Homepages stellen sie Lieder zum Download bereit, welche sich mit dem Thema 'Neonazis in Rostock' auseinandersetzen. Diese Stücke könnt ihr euch hier anhören:

Planet ohne F - Deutschladen


Dymon - Nazis verpisst euch


Doch auch politische Aktionen gegen die Neonazis sind im Internet zu finden. Unter Endstation Rechts und Schöner Leben ohne Naziläden kann man sich über das politische Treiben der Braunextremen und ihrer menschenfeindlichen Ideologien informieren. Darüberhinaus hat die Polizei MV eine 'Hotline gegen rechts' eingerichtet. Innenminister Lorenz Caffier fordert alle Bürger des Landes und ihre Gäste auf, von der HOTLINE regen Gebrauch zu machen: "Diese Nummer macht Sinn, wenn sie genutzt und bekannt gemacht wird. Sagen Sie es ruhig weiter: Überall - 9222! Dulden Sie keine rechtsextreme Parolen und Pöbeleien gegen Ausländer, informieren Sie die Polizei über Bedrohungen, Volksverhetzung oder das Vorzeigen von Nazi-Symbolen."
Für telefonische Informationen stellt das Landeskriminalamt auch lokale Durchwahlen:
  • Landesweit (LKA M-V ) 03866 / 64 - 9222
  • Direktion Schwerin 0385 / 757 - 222
  • Direktion Rostock 0381 / 652 - 222
  • Direktion Neubrandenburg 0395 / 5582 - 222
  • Direktion Anklam 03971 / 2511 - 222
  • Direktion Stralsund 03831 / 245 - 222


Damit die Tourismusregion MV auch in Zukunft gut tut!
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