Schüler wissen erschreckend wenig über die DDR
City- & Szenenews
12.08.2008
Schüler wissen fast nichts über die jüngste Geschichte Deutschlands. Besonders gravierend sind die Berührungsängste mit der DDR in den ostdeutschen Bundesländern. "Lebendiger" Unterricht soll helfen.
Der DDR-Forscher Klaus Schroeder fordert einen "lebendigeren" Unterricht über die ostdeutsche Vergangenheit an Schulen.
Klassen sollten zum Beispiel mehr Gedenkstätten besuchen oder mit Zeitzeugen sprechen, sagte der Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin. Außerdem müsse in den Lehrplänen festgeschrieben werden, dass auch die "negativen Aspekte" der DDR ausdrücklich behandelt werden.
Eine Studie der SED-Forschungsstelle hatte zuletzt ergeben, dass viele Schüler in Deutschland ein mangelhaftes Bild von der DDR haben. Unter anderem wusste nur ein Drittel der befragten Schüler, wer die Berliner Mauer errichtet hat. Der Mauerbau jährt sich am 13. August zum 47. Mal.
Ostdeutsche Schüler werden kaum über die Schattenseiten der DDR informiert
"Vermutlich ist die Situation noch schlimmer als wir festgestellt haben", sagte Schroeder. Die Museen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze würden zum Beispiel fast ausschließlich von Schülern aus den alten Bundesländern besucht.
In den neuen Bundesländern hätten Eltern und Lehrer dagegen eine "Scheu, Kinder mit den negativen Seiten der DDR zu konfrontieren", kritisierte der Wissenschaftler. In vielen Lehrplänen fehlten die Schattenseiten der DDR. "Das ist die Angst zu bewerten", sagte er.
Für die Studie hatte Schroeder mit seinem Team rund 5200 Schüler in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern befragt. Etwa die Hälfte kannte die Jahreszahl des Mauerbaus. Rund 45 Prozent der Schüler glaubten, die Mauer sei von der Sowjetunion errichtet worden, 12 Prozent tippten auf die Alliierten, 4 Prozent auf die Bundesrepublik Deutschland. (ddp/AG)
Schüler wissen fast nichts über die jüngste Geschichte Deutschlands. Besonders gravierend sind die Berührungsängste mit der DDR in den ostdeutschen Bundesländern. "Lebendiger" Unterricht soll helfen.
Der DDR-Forscher Klaus Schroeder fordert einen "lebendigeren" Unterricht über die ostdeutsche Vergangenheit an Schulen.
Klassen sollten zum Beispiel mehr Gedenkstätten besuchen oder mit Zeitzeugen sprechen, sagte der Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin. Außerdem müsse in den Lehrplänen festgeschrieben werden, dass auch die "negativen Aspekte" der DDR ausdrücklich behandelt werden.
Eine Studie der SED-Forschungsstelle hatte zuletzt ergeben, dass viele Schüler in Deutschland ein mangelhaftes Bild von der DDR haben. Unter anderem wusste nur ein Drittel der befragten Schüler, wer die Berliner Mauer errichtet hat. Der Mauerbau jährt sich am 13. August zum 47. Mal.
Ostdeutsche Schüler werden kaum über die Schattenseiten der DDR informiert
"Vermutlich ist die Situation noch schlimmer als wir festgestellt haben", sagte Schroeder. Die Museen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze würden zum Beispiel fast ausschließlich von Schülern aus den alten Bundesländern besucht.
In den neuen Bundesländern hätten Eltern und Lehrer dagegen eine "Scheu, Kinder mit den negativen Seiten der DDR zu konfrontieren", kritisierte der Wissenschaftler. In vielen Lehrplänen fehlten die Schattenseiten der DDR. "Das ist die Angst zu bewerten", sagte er.
Für die Studie hatte Schroeder mit seinem Team rund 5200 Schüler in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern befragt. Etwa die Hälfte kannte die Jahreszahl des Mauerbaus. Rund 45 Prozent der Schüler glaubten, die Mauer sei von der Sowjetunion errichtet worden, 12 Prozent tippten auf die Alliierten, 4 Prozent auf die Bundesrepublik Deutschland. (ddp/AG)
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