Test: Stromfresser Flachbildschirm

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Weniger Bildschirm - ist auf der Stromrechnung oft mehr © DDP
15.11.2008

Angesichts steigender Strompreise wird auch bei Bildschirmen auf geringen Energieverbrauch geachtet. Doch Tests ergaben, dass besonders Flachbildschirme viel Strom fressen. Der Spion hat die Ergebnisse.

Auf immer mehr Schreibtischen stehen statt überholter Röhrenmonitore mittlerweile Flachbildschirme mit Bilddiagonalen von 22 und mehr Zoll. Doch viele Modelle haben selbst ausgeschaltet einen hohen Energieverbrauch. Dies ist das Ergebnis eines Tests von zwölf aktuellen Modelle der Zeitschrift "Computer Bild Spiele" (Heft 12/2008). Getestet wurden je sechs 22-Zoll-Modelle bis 300 Euro und 24-Zoll-Monitore bis 500 Euro.

Elf der zwölf Monitore zogen auch im ausgeschalteten Zustand weiter Strom. Lediglich der Testsieger unter den 24-Zoll-Modellen, der Samsung Sync Master 2493HM, verbrauchte in Ruhestellung nichts. Im eingeschalteten Zustand benötigte der Monitor dagegen umso mehr Strom. Für 74,7 Watt gab es von den Testern nur die Note ausreichend. Insgesamt erhielt das Modell jedoch die Note gut. Den ersten Platz bei den 22-Zoll-Geräten erreichte der PL E2201W-B2 von Iiyama.

Nur die Note 4 und schlechter gab es für elf der zwölf Testkandidaten auch in punkto Reaktionszeit. Während Hersteller Viewsonic für sein Modell VX2262wm beispielsweise eine Reaktionszeit von zwei Millisekunden verspricht, schafft dieser Flachbildschirm laut Testergebnis tatsächlich lediglich 14,24 Millisekunden. Die Note sehr gut erhielt dagegen das Modell P243Wd von Acer. Allerdings verfehlte auch dieser Monitor die angegebenen zwei Millisekunden in der Praxis. Gemessen wurde ein Wert von 5,06 Millisekunden.

Besser zeigten sich die Testmodelle in Bezug auf die Strahlungswerte. Elf der zwölf Bildschirme erhielten die Note sehr gut. Wegen zu hoher Strahlenwerte werten die Tester den 22-Zoll-Monitor W220D von Hyundai dagegen um eine Note auf ausreichend ab. Bei der Bildqualität konnte im Test der 24-Zoll-Monitor Scaleoview L24W-2 von Fujitsu Siemens mit schneidiger Bildschärfe, sehr guter Entspiegelung und anständiger Helligkeitswiedergabe punkten.

Die schlechteste Bildqualität hatte der Maestro 240W von Packard Bell (24 Zoll). Zwar eignet sich die Auflösung aller Testmodelle auch zur Wiedergabe hochauflösender Bilder. Den passenden Eingang zum Anschluss an eine Playstation 3 oder Xbox 360 (neue Baureihe mit HDMI-Ausgang) bringen aber nur die 24-Zöller Acer P243d und Samsung Sync Master 2493HM mit.
(ddp/AG)
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