Voll im Trend: Scheidungspartys

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© Andre Blais
12.03.2009

Obwohl eine Scheidung ein schmerzliches Ereignis ist, werden auch in Deutschland immer mehr Scheidungspartys gefeiert. Wie muss man sich so eine Feier vorstellen?

Zu feiern, dass man endlich geschieden ist, ist laut dem Online-Portal gofeminin.de ein Trend aus den USA. Allmählich setze er sich auch in Europa durch. Nicht zuletzt hänge das mit der veränderten Sichtweise auf Scheidungen zusammen. "Scheidung ist heute kein Tabu-Thema mehr", meinen die Autoren und verweisen auf die erste Scheidungsmesse, die im Oktober 2007 in Wien stattfand.

Messe rund ums Ehe-Aus

Die Scheidungsmesse bot professionelle Beratung in allen Fragen rund um das Thema Trennung. Ob von Rechtsanwälten, Mediatoren, Kinderpsychologen oder Finanzexperten: Besucher bekamen Auskunft und Hilfestellung auf dem gesamten Weg bis hin zur Scheidung. Auch Hilfe zum Neuanfang konnten sich Interessierte hier holen. Zahlreiche Organisatoren von Scheidungspartys gehörten zu den Ausstellern.

"Starte neu!"

Aber warum sollte eine Scheidung ein Grund zum Feiern sein? Die Eventplanerin Diane Luczyk-Schindler sagt dazu auf ihrer Internetseite: "Sie sind froh, nach einem unendlichen Auf und Ab der Gefühle endlich Ihre Trennung hinter sich gebracht zu haben?[...] Eine Scheidungsfete ist eine Möglichkeit, seinen nahen Mitmenschen mitzuteilen, unsere Lovestory ist beendet." Als Start in einen neuen Lebensabschnitt gebe es nichts Besseres als eine Party, um einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, friedlich auseinander zugehen und neue Motivationen zu finden.

Tipps für die gelungene Scheidungsparty

Gemeinsam mit ihrer Kollegin organisiert Diane Luczyik-Schindler Trennungspartys von A bis Z, immer genau nach den Vorstellungen und Sonderwünschen ihrer Kunden. Wer für selbst das Ehe-Aus auf einer Party begießen oder eine Scheidungsparty für eine(n) Bekannte(n) organisieren wolle, sollte laut gofeminin.de einige Ratschläge beachten.

Nach Meinung der Autoren ist es ratsam, mit der Organisation einer Scheidungsparty zu warten, bis sich der größte Ärger gelegt hat. Ein bis zwei Jahre Abstand zur Trennung seien dafür notwendig. Einladen solle man möglichst viele Freunde, Familienmitglieder und Bekannte, denn nur im großen Kreis komme gelöste Partystimmung auf. Ob man allerdings auch den Ex-Ehepartner einlädt, solle man davon abhängig machen, ob beide Seiten wirklich frei von Rache- oder Trauergefühlen sind.

(sh)
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