Wandel der Meere bedroht die Menschheit

City- & Szenenews

City- & Szenenews
© Solovyova Lyudmyla
21.09.2011

Die Veränderungen, denen die Meere ausgesetzt sind und ausgesetzt sein werden, haben weitreichende Folgen auch für den Menschen. Diese reichen von zu erwartenden Naturkatastrophen bis hinein in den Arbeitsmarkt.

Die aktuellen und künftigen Veränderungen der Temperatur und Chemie des Meeres verursachen hohe ökologische, finanzielle und soziale Kosten. Das zeigen über 100 Projekte der EU-Meersforschungs-Initiative "CLAMER", die vergangene Woche in Brüssel präsentiert wurden. "Die ganze Menschheit ist vom Wandel der Meere betroffen. Viele Systeme wie etwa das Wetter werden von den Ozeanen gesteuert", erklärt Carlo Heip, CLAMER-Projektkoordinator und Direktor des Niederländischen Instituts für Meeresforschung, im pressetext-Interview.

Überflutungen, Stürme, Tierwanderungen

Die wohl dramatischste Auswirkung bringt der Anstieg des Meeresspiegels. Dieser beträgt global zwei bis drei Millimeter pro Jahr, in manchen Regionen jedoch mehr. "Alle küstennahen Gebiete in Meereshöhe sind bedroht. Viele Regionen Hollands liegen sogar tiefer", so Heip. Selbst wenn keine Katastrophe passiert, koste die nötige Anpassung eine mehrstellige Milliardensumme. Weiter erwarten die Forscher eine zunehmende Erosion der Küsten, Änderungen der Meeresströmungen, ein Fortschreiten von Versauerung, Sauerstoffentzug und Eisschmelze, mehr und stärkere Stürme sowie biologische Wandel.

Den Wandel in der Tierwelt veranschaulicht der Meeresforscher an zwei Beispielen. In der Nordsee wandern viele Arten wie etwa der Schellfisch aufgrund des sich erwärmenden Wassers nordwärts und machen Platz für nachrückende Arten aus dem Süden. Dieselbe Tendenz ist auch im Mittelmeer zu finden - nur dass dort die Fische nicht nach Norden entweichen können und deshalb etwa in der Adria gefangen bleiben. Schon heute gilt das Mittelmeer auch deshalb als das am meisten gefährdete Meer weltweit.

Arbeitslose und Krankheiten

Der Wandel hat weitreichende Folgen für den Menschen - muss sich doch etwa die Fischerei vielerorts umstellen. "Fischer im Norden profitieren teils, für die meisten sind aber Nachteile in Sicht", so Heip. Ein Wandel im Arbeitsmarkt infolge der Erwärmung ist auch im Tourismus zu erwarten, da Urlauber künftig lieber nach Norden ausweichen, sobald im Mittelmeerraum 40 Grad im Sommer üblich werden. Im wärmeren Meereswasser fühlen sich zudem bestimmte Krankheitserreger wohler und über Wasser übertragene Krankheiten werden zunehmen.

Je früher wir dem Klimawandel entgegensteuern, desto besser, ergänzt die Ökologin Katja Philippart im pressetext-Interview. "Hohes Problembewusstsein der Politik und enge Zusammenarbeit mit der Forschung sind dafür nötig. Seit der Finanzkrise haben derartige Maßnahmen jedoch keine Priorität mehr. Politische Bekenntnisse verweisen oft auf 2020 oder später. Das ist gefährlich, da der Horizont heutiger Entscheidungen oft nicht über die Legislaturperiode hinausreicht."

(pte/pb)

19
Kommentare insgesamt

Der Kaui
21.09.2011 16:22
Moderator
es wird der tag kommen an dem die menschen merken werden dass man geld nicht essen kann!

Da V.
21.09.2011 16:32
Gast
mal abgesehen davon dass ich dieses ganze klimageschwafel nicht unterstütze... passt das hier zu obiger aussage

http://www.youtube.com/watch?v=Dx2zr_qWZyw

warum die klimapanik blödsinn ist? wir müssen mehr forschen, mehr arbeiten, mehr geld umsetzen, mehr wachstum im bereich "umweltschutz" (was alles den verbrauch von ressourcen beinhaltet) um die umwelt zu schützen? wir müssen also mehr ressourcen einsetzen um mehr ressourcen zu schützen? oder anders gesagt - wir müssen mehr öl ins feuer gießen um selbiges zu löschen?

Da V.
21.09.2011 18:19
Gast
wir müssen immer mehr geld erwirtschaften, um es dann für den umweltschutz ausgeben zu können...

http://www.youtube.com/watch?v=RkNddCXSLvM

Nun J.
21.09.2011 18:32
Gast
warscheinlich gehen auch die ölvorräte nicht zur neige und warscheinlich ist auch in japan kein kkw explodiert. ist doch alles panikmache..

oder????

Da V.
21.09.2011 18:43
Gast
ja genau... wir denken ab jetz nur noch von hier bis zur nächsten strassenecke

die realität ist ein klein wenig umfangreicher als du dir grad ausmalst...

Da V.
21.09.2011 18:45
Gast
du hast nicht mal versucht den inhalt meiner aussage zu verstehen, also warum antwortest du überhaupt... nur um "was gesagt" zu haben?

Nun J.
21.09.2011 18:48
Gast
dein inhalt bestand daraus, daß die klimapanik nur erzeugt wird aus den von dir genannten gründen...

Da V.
21.09.2011 19:24
Gast
thema verfehlt, 6- !

es geht nicht um das klimagesülze an sich sondern darum auf welche verblödende art damit bzw mit uns umgegangen wird.

wir müssen mehr geld erwirtschaften um es für den umweltschutz auszugeben! wo is da der denkfehler? es geht immer noch in erster linie um wirtschaftswachstum, der um umweltschutz ist nur ein weiteres alibi!

Steffen O.
21.09.2011 23:37
Gast
nicht geld bringt den klimawandel,
taten bringen den klimawandel.
da kannst du im kleinen auch anfangen.
Leg einfach mal einen oder zwei vegetarische Tage in der Woche ein.
Das erspart vielleicht einem Schwein, Rind, Schaf, Huhn oder einem anderen armen Lebewesen die Qualen der Massentierzucht und des Todes. Das bedeutet auch weniger Verschmutzung durch die Fäkalien dieser Massentierhaltung.
Trenne den Müll nach Bio und Rest (evtl sogar den Rest noch nach gelben müll und Rest). Falte Kartons und Tetrapaks flach zusammen, wenn du Dosen hast, stopfe anderen gelben müll in die Dosen und wirf die dann zum gelben Müll, das spart Platz. Wengier Platz bedeutet weniger LKW's die den Müll transportieren, bedeutet weniger Ölverbrauch, es bedeutet auch weniter Platzverbrauch auf den Müllhalden.
Sorge dafür, dass deine Familie das auch tut, tut sie das, dann sorge dafür, dass deine Freunde das tun.
Du brauchst dafür kein Geld, du sparst sogar noch Geld dabei
Komm also nicht damit, dass man Geld braucht um den Umweltschutz voran zu treiben.
Weniger labern, mehr machen!
Das waren jetzt nur einige Möglichkeiten wie DU was für die Umwelt und den Umweltschutz aktiv tun kannst.


Wie willst du von anderen verlangen, dass sie was für den Umweltschutz tun, wenn du es selbst nicht tust?!

Da V.
22.09.2011 01:10
Gast
genau so sieht das aus.... wäre man ERNSTHAFT am umweltschutz interessiert würde man nicht "wirtschaftswachstum" über alles stellen, man würde anfangen produkte herzustellen die NICHT mehr genau kurz nach ablauf der 2jährigen gewährleistung kaputtgehen, man wurde nicht mehr mit verschmutzungszertifikaten handeln dürfen, man würde endlich zugeben dass das konzept des ottomotors hoffnungslos überholt ist und man schon ganz andere alternativen in der schublade hat, die aber der ölmafia nicht gefallen werden... aber zu erzählen wir müssen mehr geld in die forschung stecken, die politik muss was tun, die ANDEREN müssen was tun, wir müssen "umdenken" - WIR, die nur konsumieren und nicht herstellen, und was da oben noch so alles an panikmache steht - das hat NICHTS mit umweltschutz zu tun. das ist nur eine weitere sau die durchs dorf getrieben wird, um neue märkte zu schaffen...
19
Kommentare insgesamt
weitere Nachrichten aus der Kategorie „City- & Szenenews“:
Immer noch keinen Partner gefunden? Am 01. November veranstaltet das Singleportal MV-Spion.de zusammen mit der Firma BM Event das größte Flirt- und Singleevent "La Boum" in Rostock. Dafür wird die Allround Arena Rostock in eine gigantische Single Arena umgewandelt. » mehr lesen
Diskriminierung oder lediglich polizeiliche Erfahrung? Weil ihn ein Bundespolizist aufgrund seiner Hautfarbe kontrollierte, erstattete ein dunkelhäutiger Deutscher Anzeige - und verlor. » mehr lesen
In Großbritannien steigt der Absatz erotischer E-Books. Auch in Deutschland könnte das unerkannte Konsumieren erotisch-brisanter Geschichten Schule machen. » mehr lesen